Die lang ersehnte Nachricht, auf die viele gewartet haben: ja, wir schrauben noch! Wir stehen hier an der Küste Uruguays, 80 km östlich von Montevideo, im Paraiso Suizo, einem Umschlagsplatz für Reisende mit Fahrzeug, die sich für die Verschiffung nach Hause fertig machen oder Ankömmlinge wie uns, die an ihrem Auto noch das ein oder andere fertig schrauben müssen. Hier ist der Name Programm, wir haben Platz und Ruhe zum Arbeiten, die Schweizer Inhaber stehen mit Rat und Tat zur Seite, und wir nutzen nochmal die bequemen und sehr sauberen Duschen und Toiletten…

Bereits letzten Dienstag haben wir den Bus völlig unversehrt aus dem Container geholt – lief alles recht reibungslos und vor allem schneller als erwartet – nochmal vielen Dank an InTime Hamburg/Olaf Kleinknecht und seine Agenten vor Ort – das war super organisiert, sehr empfehlenswert!

Hier im Paraiso ging’s die letzten Tage dann nochmal zur Sache, wir hatten einige Baustellen, die wir zuhause nicht mehr geschafft haben – ja, man glaubt es nicht, obwohl wir schon sooo lange werkeln – aber die „Dreckskarre“ gibt eben einfach keine Ruhe, sondern verlangt einem wirklich alles ab!

Unsere abgehakte To-Do-Liste:

  • Gewinde an den Radbolzen nachgeschnitten
  • Zylinderkopfschrauben nachgezogen
  • Ventildeckeldichtung x-mal getauscht, bis endlich dicht ( :-( )
  • Wasserpumpe vom Ladeluftkühler getauscht, Ladeluftkühler entlüftet
  • Ölwechsel und Spur-Einstellen in der Werkstatt
  • Schutzbleche für Differentiale und Zuschaltallrad angebracht
  • Wassertank fertig eingebaut, Katadyn-Filtersystem fertig angeschlossen, Dusche gedichtet
  • Temperaturkabel der Ladegeräte installiert
  • Hupe repariert
  • Sitzbank justiert
  • alle (erreichbaren) Schrauben nachgezogen
  • Bus geputzt, Tonnen von Gepäck sortiert und eingeräumt
  • und noch x weitere Sachen, die ich nach drei Bechern Wein jetzt gar nicht mehr aufzählen kann…

Aber – wir wären jetzt fahrbereit! Es kann losgehen!

Als Entschädigung gab’s hier 30 Grad und Wind, einen fast menschenleeren Strand vor der Haustür, nette Hausherren und Nachbarn, die uns tagelang mit erstaunlich viel Ausdauer (im Schatten sitzend) beim Arbeiten zugesehen haben und uns damit moralisch sehr unterstützt haben! Vielen Dank, Piet und Marian ;-)!